Kabarett "Die Hölle" im Theater an der Wien

 

Seit 2010 entwirft und inszeniert Georg Wacks die historischen Kabarettprogramme im Theater an der Wien. Die mittlerweile zehn Programme und ein Tanzintermezzo begeistern seither Publikum und Presse und lassen den Geist des frühen Kabaretts mit heutigen Zutaten wieder auferstehen.

1906 eröffnete das Jugendstiltheater und Kabarett „Die Hölle“ im Souterrain des Theaters an der Wien. Dem Geist des französischen Cabarets verpflichtet, entwickelte sich die „Hölle“ bis in die frühen 30er Jahre zu einem der führenden Cabarets im deutschsprachigen Raum.

Josef Urban und Heinrich Lefler entwarfen zwei prachtvolle Jugendstilräume. Ein Restaurantbetrieb sorgte für das leibliche Wohl. Champagnisiert wurde zu den Darbietungen der Künstler und des Hausorchesters bis in die frühen Morgenstunden. Franz Lehár, Edmund Eysler und der junge Robert Stolz schrieben einaktige Varietéoperetten, Béla Laszky und Ralph Benatzky frivole Lieder, die von den umjubelten Diseusen Mela Mars und Josma Selim unter großem Beifall vorgetragen wurden. Fritz Grünbaum las aus eigenen Dichtungen, Karl Farkas conferierte, Hans Moser kitzelte das Zwerchfell und Grete Wiesenthal brachte ihre eindrucksvollen Tänze.

Heute sind es Elena Schreiber, Stefan Fleischhacker, Martin Thoma, Georg Wacks und Christoph Wagner-Trenkwitz, die, begleitet vom fantastischen Ensemble Albero Verde, das Publikum mit diesem kabarettistischen Gesamtkunstwerk zum Staunen und zum Lachen bringen.